Vortrag: Verantwortung teilen – Gewalt verhindern

Kann geteilte Verantwortung in Alltag und Beziehungen zur Gewaltprävention beitragen?

Gewaltprävention beginnt nicht erst im Akutfall, sondern bereits im Alltag und in der Gestaltung von Beziehungen.

Der Vortrag von Elli Scambor beleuchtet den Zusammenhang von Beziehungskultur und Gewaltprävention

Mit einem Kurzfilm zum Thema „Formen der Gewalt“ von Sylvie Ritt beginnt eine Abendveranstaltung.

Im anschließenden Vortrag „Verantwortung teilen – Gewalt verhindern. Ein Blick auf Alltag und Beziehungskultur“ (19:00–19:45 Uhr, anschließend offene Fragerunde bis ca. 20:00 Uhr) präsentiert die Soziologin Elli Scambor zentrale Ergebnisse des österreichweiten Forschungs- und Praxisprojekts Gender Equality and Quality of Life in Austria (GEQ-AT). Eine begleitende PowerPoint-Präsentation veranschaulicht die Ergebnisse anhand aktueller Statistiken.

Die GEQ-AT-Studie zeigt erstmals systematisch: Egalitäre Partnerschaften und Familienstrukturen gehen mit einem deutlich geringeren Gewaltrisiko einher, während ungleiche Machtverhältnisse – etwa in der Verteilung von Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Entscheidungsmacht – Gewalt begünstigen können. Gewaltprävention beginnt damit nicht erst im Akutfall, sondern bereits im Alltag und in der Gestaltung von Beziehungen.

Im Zentrum des Vortrags steht die Frage, wie geteilte Verantwortung und gerechte Beziehungskulturen konkret aussehen können. Dabei diskutiert Scambor auch die Rolle sogenannter fürsorglicher Männlichkeiten (Caring Masculinities) und deren Bedeutung für Gleichstellung, partnerschaftliche Verantwortung und nachhaltige Gewaltprävention.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Beziehungsgestaltung und Prävention von Gewalt auseinandersetzen möchten, und lädt ausdrücklich zur Diskussion ein.

Zur Referentin:
Elli Scambor ist Soziologin und Geschäftsführerin des Instituts für Männer- und Geschlechterforschung. Sie ist Preisträgerin des Käthe-Leichter-Preises (2016), Koordinatorin zahlreicher internationaler Forschungsprojekte zu Caring Masculinities, Gender Equality, Care und Gewaltprävention sowie wissenschaftliche Koordinatorin der EU-31-Länder-Studie The Role of Men in Gender Equality. Zudem ist sie als Lehrbeauftragte an mehreren Hochschulen tätig und engagiert sich im Dachverband Männerarbeit Österreich.

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Großzügige Spende des Soroptimist International Club Bad Ischl an die Frauenberatungsstelle Inneres Salzkammergut